Speisen im Gewächshaus: De Kas

Essen im Garten Eden. Man gelangt in den Amsterdamer Park Frankendael am besten vom Middenweg aus, überquert eine kleine Brücke und sieht vor sich ein großes Gewächshaus, umringt von Obstbäumen und Gemüsebeeten: De Kas. All die Köstlichkeiten, die draußen wachsen, kommen hier später tagesfrisch auf den Tisch. Entweder aus dem eigenen Garten vor der Türe, aus dem benachbarten Gewächshaus oder vom eigenen Acker im Beemster Polder. Wer einmal wissen möchte, wie Kohlrabi, rote Beete und Sellerie wirklich schmecken, der ist hier im Restaurant De Kas genau richtig. Ich gebe zu: das Essen ist nicht günstig. Aber ich habe schon lange nicht mehr so gut gegessen wie hier in De Kas, also im Gewächshaus.

Die ehemalige Stadtgärtnerei

Seit 1926 stehen die Gewächshäuser der Amsterdamer Stadtgärtnerei im Frankendael-Park. Doch gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden sie nicht mehr genutzt, sie verfielen zusehends und warteten im Grunde genommen nur noch auf den Abrissbagger. Bis sich im Jahr 2001 der Chefkoch Gert Jan Hageman, der bereits einen Michelin-Stern vom Himmel gekocht hatte, der alten Gewächshäuser annahm und sie mit Unterstützung der Stadt Amsterdam, seiner Familie und vieler Freunden zu neuem Leben erweckte. Die Idee des Restaurants De Kas mit eigener Gärtnerei war geboren.

Feinstes Essen unter Glas

Gert Jan Hageman verwandelte das 8 Meter hohe Glasgebäude in ein Restaurant mit einer wunderbaren, hellen und freundlichen Atmosphäre. Und einem wahrlich köstlichen Essen! Das Prinzip sieht folgendermaßen aus: Es gibt lediglich ein Menü, und man wird gefragt, was man nicht mag. In unserem konkreten Fall verlief es so: Wir kamen zum Mittagessen (unbedingt reservieren!), bestellten nur ein Hauptgericht (man kann auch eine Vorspeisen-Variation dazu bestellen) und bekamen einen sehr feinen Kabeljau mit einer Sauce aus Pfifferlingen, dazu Bohnen, Spargel und eine Gemüse-Platte. Wer keinen Fisch mag, der hätte Lamm oder die vegetarische Variante nehmen können. Im Prinzip stehen einem "nur" drei Möglichkeiten zur Verfügung. Der Vorteil: Frischer kann man ein Essen kaum serviert bekommen. Und wer schon einmal in einem Restaurant gespeist hat, auf dessen Karte 20 verschiedene Hauptgerichte standen, wird sich bestimmt gefragt haben, wie frisch die Zutaten sein mögen.

Freude am Kochen

Man merkt es der Truppe an, dass sie Spaß an der Sache hat. Die Küche ist einsehbar, hell und mit dem Restaurant verbunden. So können die Köche verfolgen, ob es ihren Gästen schmeckt. Und die Gäste wiederum sehen, dass da ein paar Leute mit vollem Engagement brutzeln und garnieren. Die Bedienungen sind sehr freundlich, schnell und aufmerksam (was in den Niederlanden nicht immer üblich ist). Geht man am Eingang vorbei, dann gelangt man ins Gewächshaus, das man gerne besuchen kann. Auch hier sind die Gärtner mit Begeisterung bei der Arbeit und zeigen gerne, was gerade blüht und gedeiht. Am besten hat mir aber die Küchentruppe gefallen, die in der Zeit zwischen Mittag- und Abendessen vollkommen gut gelaunt in der Sonne Sellerie und Radieschen putzte.

Was kostet das Essen?

Mittagessen: drei kleine Vorspeisen €18,50, Hauptgericht €20,50, Dessert €9,50, 2-Gänge-Menü €39,00 

Abendessen: 3-Gänge-Menü €49,50. Das Menü besteht aus drei kleinen Vorspeisen €18,50, einem Hauptgericht €21,50 und einem Dessert €9,50.

Wein gibt es ab €4,25 pro Glas.

 

Wichtig: Reservieren - auch für das Mittagessen unter Tel. +31204624562

Wo liegt De Kas?

Park Frankendael, Ecke Middenweg / Kamerlingh Onneslaan. 

 

Adresse:

Kamerlingh Onneslaan 3

1097 DE Amsterdam

 

Öffnungszeiten:

Mittagessen: Mo - Fr  12-14 Uhr

Abendessen Mo - Sa 18.30 - 22.00 Uhr

Sonntag geschlossen